Manchmal denke ich: Jetzt wird’s endlich ruhiger.
Und dann lacht mein Alltag einmal kurz, wirft mir drei neue Aufgaben vor die Füße und sagt: Viel Spaß damit.
Genau so fühlt sich mein Leben gerade an.
Eigentlich wollte ich „nur mal eben“ ein paar Dinge für mein Buch und meine Lesung vorbereiten. Ein Cover finalisieren lassen. Ein Lesezeichen gestalten. Ein bisschen Marketing machen. Vielleicht noch kurz an der Webseite arbeiten.
Tja. Aus „kurz mal eben“ wurde ein ausgewachsener Marathon-Sprint.
Und falls du selbst schon mal an einem Herzensprojekt gearbeitet hast, dann kennst du dieses Gefühl vielleicht: Du hakst eine Aufgabe ab — und plötzlich öffnen sich drei neue. Nicht, weil du etwas falsch machst. Sondern weil kreative Projekte einfach so sind. Vor allem dann, wenn man nicht nur träumt, sondern wirklich losgeht.
Das Cover: gefühlt 100 Anläufe bis es endlich gepasst hat
Ein großer Meilenstein war mein Cover.
Oder sagen wir: der Weg dorthin.
Ich habe das Cover mit ChatGPT nach meinen Vorstellungen generieren lassen — und was soll ich sagen? Es war eine kleine Reise für sich. Erst sah eine Hand nicht richtig aus. Dann passte die Farbgebung nicht. Danach musste der Hintergrund nochmal angepasst werden. Und als ich dachte, jetzt könnte es langsam fertig sein, tauchten plötzlich zu viele kleine magische Pixel im Bild auf.
Also wieder von vorn. Oder zumindest fast.
Es war einer dieser Prozesse, die von außen vielleicht leicht aussehen, aber in Wahrheit ganz schön viele Entscheidungen, Korrekturen und Geduld brauchen. Vom ersten Rohentwurf bis zum finalen Bild gab es einige Zwischenstufen — und jede einzelne hat mich dem Ergebnis ein Stück näher gebracht.
Ehrlich? Es war anstrengend. Aber auch schön. Weil es dieses ganz besondere Gefühl gibt, wenn etwas, das vorher nur im Kopf existiert hat, langsam sichtbar wird.
Das Lesezeichen: klein, aber alles andere als nebenbei
Dann kam das Lesezeichen.
Klingt erst mal nach einem kleinen Nebenprojekt, oder?
War es nicht.
Denn hinter so einem kleinen Lesezeichen steckt plötzlich viel mehr, als man vorher denkt. Es ging nicht nur darum, „irgendwas Hübsches“ zu gestalten. Es sollte stimmig sein, hochwertig wirken und natürlich auch praktisch funktionieren.
Was ich für das Lesezeichen bereits erledigt habe
- die Druckdatei korrekt angelegt – inklusive Anschnitt und Sicherheitsabstand
- das Cover in der richtigen Größe angepasst
- eine passende Schriftart ausgesucht und getestet, ob sie auf einem kleinen Lesezeichen gut lesbar ist
- das Lesezeichen probe gedruckt
- die Rückseite mit Bild und Text gestaltet
- den Text dafür so überarbeitet, dass er kurz, klar und aussagekräftig ist
- einen QR-Code erstellt und ebenfalls getestet
- festgestellt, dass ein dezent eingefärbter QR-Code zwar schön aussieht, aber sich leider nicht zuverlässig scannen lässt
- Schriften in Pfade umgewandelt
- Bilder in CMYK angelegt
- die Druckerei gewechselt, weil meine favorisierte Druckerei keinen beidseitigen partiellen UV-Lack angeboten hat
- die Datei noch einmal angepasst, weil die neue Druckerei mit einer minimal anderen Größe arbeitet
- das Druck-PDF geprüft
- die Datei hochgeladen und die Bestellung abgeschlossen
- und ganz offiziell: Das Lesezeichen ist jetzt im Druck
- zusätzlich habe ich diese Woche sogar schon mein Dummibuch mit dem Cover vorbereitet
Wenn ich das so lese, denke ich selbst kurz:
Okay wow. Vielleicht war das doch nicht „nur ein Lesezeichen“.
Und jetzt? Eigentlich ausruhen. Eigentlich.
Nach diesem Sprint würde ich mich ehrlich gesagt gern einfach kurz zurücklehnen, tief durchatmen und nichts mehr organisieren müssen.
Aber: Die Lesung wartet natürlich nicht.
Es gibt also noch einiges vorzubereiten.
Was bis zur Lesung noch vor mir liegt
- meinen Lesungstext prüfen
- ihn mehrmals laut lesen
- dabei die Zeit stoppen
- das freie Sprechen üben
- meine Vorstellung vorbereiten:
- wer ich bin
- warum ich schreibe
- wen ich mit meinen Geschichten erreichen möchte
- welche Ziele und Wünsche ich damit verbinde
- Kleidung und Accessoires auswählen
- den Koffer packen
Allein beim Schreiben dieser Liste merke ich wieder: Es ist viel.
Nicht unmöglich viel. Aber eben viel.
Und weil das noch nicht reicht: Webseite, Sichtbarkeit und Marketing
Neben der Lesung gibt es noch einen anderen Bereich, den ich gerade stärker angehen möchte: meine Außenpräsenz.
Denn natürlich schreibe ich nicht nur. Ich möchte auch sichtbar werden. Menschen erreichen. Mein Buch, meine Themen und meine Welt nach draußen tragen.
Deshalb möchte ich auch meine Webseite überarbeiten.
Das möchte ich an meiner Webseite noch verbessern
- meine Über-mich-Seite
- meine Newsletter-Seite bzw. die Anmeldung
Und dann ist da noch das Thema Social Media.
Ich habe mir gerade einen LinkedIn-Kurs gekauft und möchte parallel meine Sichtbarkeit aufbauen — bei TikTok / BookTok, Instagram, Pinterest und LinkedIn.
Ehrlich gesagt macht mir das sogar Spaß. Ich liebe es, Ideen zu sammeln, Content zu planen und neue Möglichkeiten zu entdecken. Aber genau darin liegt auch das Problem:
Marketing ist wichtig.
Marketing ist kreativ.
Marketing macht Spaß.
Und manchmal ist es auch die perfekte Ablenkung von der großen, schweren Aufgabe: mein Buch zu überarbeiten.
Mein aktuelles Marketing-Chaos in To-do-Listenform
Damit ich den Überblick nicht verliere, habe ich schon erste Ideen, Pläne und Listen erstellt.
Das möchte ich in den nächsten Wochen angehen
- auf Instagram eine Dauerinfo einbauen, dass ich regelmäßig Blogartikel veröffentliche, aber nicht ständig auf Instagram präsent bin, weil mich die Plattform schnell ablenkt
- im Blick behalten, dass mir auf Pinterest langfristig das Gleiche passieren könnte
- mich auf allen Kanälen vorstellen
- für jeden Kanal 3–5 erste Beiträge planen und posten
- einen Content-Redaktionsplan erstellen
- herausfinden, welche Themen auf welchem Kanal gut funktionieren
- überlegen, wie ich Inhalte möglichst zeitsparend planen und wiederverwenden kann
- meine vorhandenen Blogartikel für Content Recycling nutzen
- klären:
- Wie fange ich auf den unterschiedlichen Kanälen am besten an?
- Wie bleibe ich dran?
- Wie kann ich aus Bildern schnell einfache Videos mit freier Musik erstellen?
- Wie kann ich aus einem Blogartikel 3–5 Social-Media-Posts machen?
- Wie mache ich mich mit allen Kanälen vertraut, ohne mich komplett zu verzetteln?
Das eigentliche Problem: Marketing ist nicht die Überarbeitung
Und genau da liegt mein Knackpunkt.
All diese Dinge sind sinnvoll. Viele davon machen mir sogar richtig Spaß. Aber sie haben einen großen Nachteil: Während ich an Sichtbarkeit, Social Media, Blogartikeln und Materialien arbeite, rutscht meine Buchüberarbeitung als Priorität immer weiter nach hinten.
Dabei weiß ich genau, wie wichtig sie ist.
Im Moment mache ich vor allem das, was am dringendsten ist. Das ist logisch. Das ist vernünftig. Aber ich hoffe sehr, dass ich nach der Lesung wieder mehr Raum für das Schreiben und Überarbeiten finde — damit mein Buch nicht nur schöner sichtbar wird, sondern irgendwann auch wirklich fertig.
Denn die Wahrheit ist:
Als Debütautorin mit einem festen 30-Stunden-Job und als Mutter ist Zeit nicht unbegrenzt vorhanden. Da muss alles gleichzeitig ein bisschen laufen. Schreiben, Überarbeiten, Organisieren, Marketing, Alltag.
Und ja — ich merke auch, dass ich mich manchmal lieber mit einem schnellen Blogartikel oder einer Marketing-Aufgabe beschäftige als mit der großen, fordernden Überarbeitung.
Nicht, weil mir mein Buch nicht wichtig ist.
Sondern gerade weil es mir so wichtig ist.
Was mir gerade wirklich hilft
Wenn alles gleichzeitig laut wird, helfen mir vor allem zwei Dinge:
1. Aufgaben analog auf Papier festhalten
Sobald ich Dinge aufschreibe, wird mein Kopf ruhiger.
Und meistens fällt mir auf Papier sogar noch mehr ein als am PC.
2. Große Aufgaben in kleine Schritte teilen
Statt „Buch überarbeiten“ brauche ich machbare Punkte, die ich wirklich abhaken kann.
Denn genau dieses Abhaken ist für mich nicht nur Organisation — es ist auch Motivation.
Wenn die Aufgaben vor mir liegen, sichtbar, greifbar, und ich sie nach und nach abhaken kann, fühlt sich das einfach gut an.
Vielleicht sogar ein bisschen magisch.
Mein Fazit gerade? Es ist viel. Aber ich gehe los.
Wenn ich auf die letzten Tage schaue, dann sehe ich vor allem eins:
Es ist unglaublich viel.
Aber ich sehe auch, wie viel schon entstanden ist.
Ein Cover, das immer mehr zu dem geworden ist, was ich mir vorgestellt habe.
Ein Lesezeichen, das bald in den Händen gehalten werden kann.
Eine Lesung, die näher rückt.
Ideen für Sichtbarkeit.
Pläne für die nächsten Schritte.
Vielleicht ist noch nicht alles sortiert. Vielleicht ist noch lange nicht alles fertig. Aber ich bin unterwegs.
Und manchmal ist genau das der wichtigste Schritt überhaupt.
Wenn du Lust hast, mich auf diesem Weg weiter zu begleiten, dann schau gern wieder hier im Blog vorbei oder trag dich in meinen Newsletter ein. Dort nehme ich dich mit hinter die Kulissen meines Autorinnenalltags — zwischen Buchliebe, Schreibchaos, Überarbeitung und all den kleinen und großen Schritten auf dem Weg zu meinem Debüt.
PS falls du eine Online Druckerei kennst die beidseitigen partiellen UV-Lack anbietet dann würde ich mich freuen wenn du mir weiterhelfen könntest. Denn gerade wird mein Lesezeichen zwar mit beidseitigen Druck produziert aber nur einseitig partiell.


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