Nicht nur ein Buch: Diese Geschichten haben mein Leben verändert

von | Aug. 3, 2026 | Emotionen, Selbstfindung & Mut neue Wege zu gehen | 0 Kommentare

Welches Buch hat dein Leben verändert?

Als ich diese Frage in Melanies Blogparade „Welches Buch hat dein Leben verändert?“ gelesen habe, dachte ich zuerst: Wie soll ich mich denn bitte für ein einziges entscheiden?

Denn es gibt nicht dieses eine Buch, das mein Leben plötzlich in eine vollkommen neue Richtung gelenkt hat. Stattdessen gab es viele Geschichten, die mich zu unterschiedlichen Zeiten begleitet haben.

Manche haben mir die Augen geöffnet. Andere wurden zu einem Zuhause, in das ich immer wieder zurückkehren konnte. Einige haben mich mutiger gemacht. Und wieder andere haben mir erst viel später gezeigt, wie stark sie meinen eigenen Glauben, meine Arbeit und mein Schreiben beeinflusst haben.

Heute bin ich Urban-Fantasy-Autorin. Wenn ich zurückblicke, erkenne ich, dass der Weg dorthin schon sehr früh begonnen hat – zwischen den Seiten meiner Lieblingsbücher.

„Der Lehrling des Magiers“ öffnete mir die Tür zur Fantasy

Bevor ich Harry Potter verschlungen habe, gab es ein anderes Buch, das mein Herz für fantastische Welten geöffnet hat: „Der Lehrling des Magiers“ von Raymond E. Feist.

Dieses Buch war für mich wie ein magisches Portal.

Plötzlich gab es Welten, die viel größer waren als meine eigene. Welten voller Magie, Abenteuer, Gefahren und Figuren, die über sich hinauswachsen mussten.

Nach diesem Buch suchte ich in der Stadtbibliothek von Schwerin nach allem, was irgendwie nach Fantasy aussah. Auch das Bücherregal meines Vaters wurde von mir nach neuen fantastischen Schätzen durchforstet.

Damals wusste ich natürlich noch nicht, dass ich eines Tages selbst Urban Fantasy schreiben würde. Rückblickend wurde dort aber eine wichtige Grundlage gelegt.

Das Buch hat mir nicht nur eine neue Welt gezeigt. Es hat mir gezeigt, dass Geschichten Türen öffnen können – zu fremden Orten, aber auch zu bisher unbekannten Seiten in uns selbst.


„Theos Reise“ öffnete meinen Blick für den Glauben

Ein anderes Buch öffnete mir die Augen auf eine vollkommen andere Weise: „Theos Reise“ von Catherine Clément.

Ich war ungefähr 14 Jahre alt, als ich das Buch las. Schon damals interessierte ich mich für alte Kulturen, Ägypten, die Mayas, Mythen und die großen Fragen des Lebens.

In „Theos Reise“ begegnete ich ganz unterschiedlichen Religionen und Formen von Spiritualität. Das Buch erklärte sie nicht wie ein trockenes Schulbuch. Es nahm mich mit auf eine Reise und zeigte mir, wie vielfältig Menschen glauben, hoffen und nach einem Sinn suchen.

Diese Begegnung hat mich geprägt.

Mein eigener Glaube passt bis heute nicht in ein festes religiöses System. Ich glaube nicht daran, dass es nur eine einzige richtige Antwort geben kann. Mich faszinieren die Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener Religionen, alte Mythen und die Frage, was hinter dem Sichtbaren liegen könnte.

Vielleicht hat mir „Theos Reise“ vor allem eines gezeigt: Wir dürfen Fragen stellen.

Wir müssen nicht alles übernehmen, was andere Menschen uns vorgeben. Wir dürfen selbst herausfinden, woran wir glauben, was uns Kraft gibt und welche Vorstellung vom Leben zu uns passt.


Die Bücher, zu denen ich immer wieder zurückkehre

Es gibt Buchreihen, die für mich mehr sind als Geschichten. Sie sind mit bestimmten Lebensphasen, Gefühlen und Erinnerungen verbunden.

Dazu gehören für mich die Biss-Bücher, House of Night und natürlich Harry Potter.

Die Harry-Potter-Bücher waren ein wichtiger Teil meiner Jugend. Oft erschien kurz vor meinem Geburtstag ein neuer Band. Ich fieberte auf die Fortsetzung hin und las nachts mit der Taschenlampe unter der Bettdecke weiter, obwohl ich längst hätte schlafen sollen.

Hogwarts fühlte sich zeitweise wie ein zweites Zuhause an.

Auch die Biss-Reihe zog mich mit ihrer Mischung aus Sehnsucht, Gefahr, Liebe und einer verborgenen übernatürlichen Welt in ihren Bann.

Bei House of Night von P. C. Cast und Kristin Cast berührt mich bis heute noch etwas anderes: die Verbindung aus Magie, Göttlichkeit, Ritualen, weiblicher Stärke und spiritueller Selbstfindung.

Zoey ist keine perfekte Heldin. Sie zweifelt, trifft falsche Entscheidungen, wird verletzt und muss immer wieder herausfinden, wer sie eigentlich sein möchte.

Genau solche Figuren mag ich.

Keine unfehlbaren Heldinnen, die von Anfang an alles können. Sondern Frauen, die ihren Platz suchen, Fehler machen und langsam lernen, ihrer eigenen Kraft zu vertrauen.


Warum mir die Bücher von P. C. Cast so nah sind

Erst durch die Beschäftigung mit meinem eigenen Roman habe ich verstanden, warum mich die Bücher von P. C. Cast so stark ansprechen.

Ihre Geschichten verbinden reale Gefühle und Probleme mit Göttinnen, Mythen, Ritualen und magischen Welten. Spiritualität ist darin nicht nur Dekoration. Sie gehört zum Leben der Figuren und zu ihrer persönlichen Entwicklung.

Diese Vorstellung kommt meinem eigenen Blick auf das Göttliche vermutlich besonders nah.

Mein Glaube ist eng mit Geschichten, Natur, Symbolen und alten Mythen verbunden. Er ist nicht dogmatisch und nicht in Stein gemeißelt. Er darf sich verändern, so wie auch ich mich verändere.

Beim Schreiben meines eigenen Romans habe ich entdeckt, wie wichtig diese Themen für mich wirklich sind.

Magie bedeutet für mich nicht nur Zaubersprüche und übernatürliche Kräfte. Sie steht auch für all das, was wir nicht sofort erklären können: Intuition, Hoffnung, innere Stärke, Verbundenheit und den Mut, dem eigenen Weg zu vertrauen.

Vielleicht mag ich die Bücher von P. C. Cast deshalb so sehr. Sie verbinden fantastische Geschichten mit einer Form von Spiritualität, in der weibliche Kraft, persönliche Entscheidungen und die Suche nach der eigenen Wahrheit eine zentrale Rolle spielen.


Bücher, die meine Arbeit verändert haben

Nicht nur Romane haben mich geprägt.

Auch Sachbücher haben meinen Alltag und meine Arbeit beeinflusst. Dazu gehört „Dein Neuanfang mit Ayurveda“ von Dana Schwandt.

Die Beschäftigung mit Ayurveda hat meinen Blick dafür geschärft, dass Menschen unterschiedlich sind und nicht jede Methode für jede Person gleich gut funktionieren muss. Was einem Menschen Kraft gibt, kann für einen anderen überhaupt nicht passen.

Besonders gut hat mir gefallen, dass sich das Buch fast wie ein Roman liest. Die Inhalte sind in kleine, verständliche Häppchen gegliedert. Dadurch fühlte ich mich nicht von all den neuen Informationen überfordert. Gleichzeitig motivierte mich das Buch dazu, nicht alles auf einmal verändern zu wollen, sondern mit kleinen, machbaren Schritten zu beginnen.

Diese Erkenntnis lässt sich nicht nur auf Ernährung und tägliche Routinen übertragen. Sie spielt auch beim Schreiben und in meiner Arbeit eine wichtige Rolle: Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse, andere Stärken und einen eigenen Rhythmus. Wir müssen nicht so leben, arbeiten oder kreativ sein wie alle anderen.

Ein weiteres wichtiges Buch ist für mich „Der Weg des Künstlers“ von Julia Cameron.

Es hat meine Sicht auf Kreativität verändert. Kreativität ist nicht nur ein glücklicher Zufall, der manchmal auftaucht und manchmal nicht. Sie braucht Aufmerksamkeit, Raum und die Bereitschaft, sich auf den eigenen Prozess einzulassen.

Gerade beim Schreiben zweifeln wir schnell an uns.

Ist die Idee gut genug? Kann ich das überhaupt? Wird irgendjemand meine Geschichte lesen wollen?

„Der Weg des Künstlers“ erinnert mich daran, dass ich nicht auf den perfekten Moment warten muss. Ich darf anfangen. Ich darf ausprobieren. Und ich darf auch Texte schreiben, die noch nicht vollkommen sind.


Was meine Bücher über mich wissen

Die Frage aus der Blogparade, was das eigene Buch über uns weiß, das wir selbst erst beim Schreiben entdeckt haben, finde ich besonders spannend.

Mein Roman weiß, wie sehr mich die Verbindung aus Realität, Magie und Spiritualität beschäftigt.

Er weiß, dass ich an die Kraft von Geschichten glaube.

Und er weiß, dass ich Figuren erschaffen möchte, die zweifeln dürfen.

Figuren, die nicht von Anfang an stark und unbesiegbar sind. Figuren, die Angst haben, Fehler machen und sich manchmal am liebsten verstecken würden – und die trotzdem einen Schritt weitergehen.

Vielleicht schreibe ich genau diese Geschichten, weil ich selbst lange das stille Mädchen mit den großen inneren Welten war.

Nach außen war ich zurückhaltend. In meiner Fantasie konnte ich dagegen Abenteuer erleben, Hindernisse überwinden und für das kämpfen, was mir wichtig war.

Heute möchte ich Geschichten schreiben, die auch anderen dieses Gefühl geben.

Das Gefühl, mit ihren Zweifeln nicht allein zu sein.

Das Gefühl, dass in ihnen mehr steckt, als sie im Moment vielleicht erkennen können.

Und die Hoffnung, dass sie ihren eigenen Weg finden dürfen – selbst dann, wenn dieser Weg nicht den Erwartungen anderer entspricht.


Nicht ein Buch, sondern viele Geschichten

Welches Buch hat also mein Leben verändert?

Es war nicht nur eines.

„Der Lehrling des Magiers“ öffnete mir die Tür zur Fantasy.

„Theos Reise“ zeigte mir die Vielfalt des Glaubens.

Harry Potter, die Biss-Bücher und House of Night wurden zu vertrauten Welten, in die ich immer wieder zurückkehren konnte.

Dana Schwandt und Julia Cameron gaben mir neue Impulse für meinen Alltag, meine Kreativität und meine Arbeit.

Und meine eigenen Geschichten zeigen mir heute, wie eng all diese Einflüsse miteinander verbunden sind.

Jedes dieser Bücher hat eine Spur hinterlassen.

Zusammen haben sie mich zu der Leserin, dem Menschen und der Autorin gemacht, die ich heute bin.


Welche Geschichte hat dich verändert?

Jetzt interessiert mich deine Geschichte:

Welches Buch hat dir die Augen geöffnet, dich mutiger gemacht oder dir geholfen, dich selbst besser zu verstehen?

Vielleicht war es ein Roman, ein Sachbuch, ein Kinderbuch oder eine Geschichte, die du in einer schwierigen Zeit immer wieder gelesen hast.

Erzähle mir gerne in den Kommentaren davon. Ich freue mich darauf, das Buch kennenzulernen, das in deinem Leben eine besondere Spur hinterlassen hat.


Weiterlesen

Wenn du noch tiefer in meine Bücherwelt eintauchen möchtest, findest du auf meinem Blog außerdem:


Wie hat dir der Beitrag gefallen?

Über mich

Sandra Schwertfeger schaut in die Kamera

Hi, ich bin Sandra 🖐

Urban-Fantasy-Autorin aus Lübeck. In meinen Geschichten treffen Magie und Realität aufeinander – mit Themen wie Zweifel, Liebe, Identität und dem Mut, den eigenen Weg zu gehen.

Du steckst mitten in Veränderungen und Zweifeln? Du hast Träume, aber die Erwartungen von außen halten dich zurück? Dann tauche in meine Welt ein. Entdecke deine innere Kraft und spüre, dass mehr in dir steckt als du ahnst.

Kategorien

Blogs die ich empfehle

Hol dir deine Leseprobe und tauche ein in meine magische Welt.

Trag dich ein und bekomme magische Post aus Lübeck.

Kein Spam. Keine nervige Mail-Flut. Keine leeren „Ich melde mich mal wieder“-Newsletter.

Nur magische Post, echte Einblicke und Urban Fantasy für alle, die zwischen Alltag, Zweifeln und Sehnsucht noch an etwas Größeres glauben.

Ich gebe Deine E-Mail-Adresse nicht weiter. Du kannst dich jederzeit abmelden. Ich sende keinen Spam! Erfahre mehr in meiner Datenschutzerklärung.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert