Mehr Freude im Alltag. Was mich in die Luft springen lässt

von | Aug. 4, 2026 | Emotionen, Selbstfindung & Mut neue Wege zu gehen | 0 Kommentare

Es gibt Tage, an denen sich Freude leicht finden lässt. Tage, an denen alles fließt, die Sonne scheint und das Leben sich beinahe von selbst gut anfühlt.

Und dann gibt es die anderen Tage.

Tage, an denen die Gedanken schwerer sind. An denen Sorgen lauter werden und die Leichtigkeit irgendwo zwischen Verpflichtungen, Erwartungen und Erschöpfung verloren geht.

Gerade an solchen Tagen brauche ich keine großen Glücksversprechen. Ich brauche kleine Momente, die mich daran erinnern, dass Freude noch da ist.

Manchmal reicht dafür ein einziges Lied.

Mit diesem Artikel folge ich der Einladung zur Blogparade „Wir wählen Freude“. Sie hat mich dazu gebracht, genauer hinzuschauen: Was schenkt mir eigentlich Freude? Was lässt meinen Alltag leichter werden? Und bei welchen Erlebnissen spüre ich die Freude nicht nur in meinen Gedanken, sondern im ganzen Körper?

Freude beginnt für mich oft mit Musik

Wenn es gerade schwer ist, finde ich Freude vor allem in Musik, zu der ich tanzen kann.

Musik verändert nicht automatisch die Situation. Sie löst nicht jedes Problem und lässt auch nicht alle Sorgen verschwinden. Aber sie kann etwas in mir bewegen.

Ein Lied beginnt, der Rhythmus setzt ein und plötzlich möchte mein Körper nicht mehr stillstehen. Vielleicht wippe ich zunächst nur mit dem Fuß. Dann bewege ich mich ein wenig mehr. Und manchmal tanze ich einfach los.

Für diesen Moment muss es nicht perfekt aussehen. Niemand muss zuschauen. Es gibt keine Choreografie und keine Bewertung.

Es gibt nur die Musik und mich.

Beim Tanzen spüre ich, dass neben all den schweren Gedanken noch etwas anderes in mir lebt: Energie, Bewegung und Lebensfreude. Musik holt mich aus meinem Kopf zurück in meinen Körper.

Sie erinnert mich daran, dass Freude nicht immer einen besonderen Anlass braucht.

Manchmal braucht sie nur den richtigen Song.


Meine kleinen Inseln der Freude im Alltag

Nicht jeder Freudemoment muss laut und ausgelassen sein. Einige meiner liebsten Beschäftigungen sind ruhig. Sie helfen mir, für eine Weile aus dem Gedankenkarussell auszusteigen und ganz bei einer Sache zu sein.


Beim Lesen verschwinde ich in anderen Welten

Ein gutes Buch lässt die Welt um mich herum für eine Weile leiser werden.

Ich kann in eine Geschichte eintauchen, neue Figuren kennenlernen und Orte besuchen, die nur in meiner Vorstellung existieren. Beim Lesen darf der Alltag kurz Pause machen.

Manchmal lese ich viele Seiten am Stück. An anderen Tagen sind es nur wenige. Doch selbst ein kleines Kapitel kann reichen, um mir einen wertvollen Moment nur für mich zu schenken.


Diamond Painting bringt Ruhe in meine Gedanken

Beim Diamond Painting entsteht ein Bild Stein für Stein.

Ich mag diese Mischung aus Kreativität, Konzentration und Ruhe. Ich muss nicht über das große Ganze nachdenken. Ich konzentriere mich nur auf die nächste Farbe und den nächsten kleinen Stein.

Nach und nach wird sichtbar, was vorher nur eine Vorlage war.

Vielleicht gefällt mir Diamond Painting auch deshalb so gut, weil es mich daran erinnert, dass nicht alles sofort fertig sein muss. Viele kleine Schritte können gemeinsam etwas Schönes ergeben.


Motivierende Musik schenkt mir neue Energie

Musik begleitet mich nicht nur beim Tanzen.

Motivierende Lieder können meine Stimmung verändern, mir Energie geben und mich daran erinnern, weiterzumachen. Besonders dann, wenn die Motivation fehlt oder ich an mir zweifle, kann ein passender Song wie ein kleiner innerer Anschub wirken.

Manche Lieder sind für mich fast wie gute Freunde: Sie finden genau die Worte oder die Stimmung, die ich in diesem Moment brauche.


An meinem Roman zu arbeiten macht Ideen lebendig

Eine besonders wichtige Quelle der Freude ist für mich das Schreiben an meinem Roman.

Am Anfang existieren Figuren, Szenen und ganze Welten nur in meinem Kopf. Sobald ich mich hinsetze und schreibe, beginnen sie lebendig zu werden.

Natürlich fließen die Worte nicht immer mühelos. Es gibt auch beim Schreiben Momente des Zweifelns, Suchens und Verwerfens. Trotzdem ist da diese besondere Freude, wenn eine Szene plötzlich funktioniert, eine Figur mich überrascht oder ein Gedanke genau die richtigen Worte findet.

Mit jedem geschriebenen Absatz wächst etwas, das vorher noch nicht existiert hat.

Das begeistert mich immer wieder.


Was mir früher Freude gemacht hat

Durch die Frage nach meiner persönlichen Freudeliste habe ich auch darüber nachgedacht, was ich früher gern gemacht habe.

Dabei sind mir zwei Dinge eingefallen: Zeichnen und Manga.

Beides ist im Laufe der Zeit zu sehr in den Hintergrund gerückt. Nicht unbedingt, weil es mir keine Freude mehr bereitet, sondern weil andere Dinge wichtiger und der Alltag voller wurden.

Dabei müssen frühere Interessen nicht für immer in der Vergangenheit bleiben.

Vielleicht darf ich wieder einen Stift nehmen und einfach zeichnen – ohne den Anspruch, ein perfektes Kunstwerk erschaffen zu müssen. Vielleicht darf ich wieder Manga lesen, in die Geschichten eintauchen und mich von den Bildern inspirieren lassen.

Freude neu zu entdecken bedeutet für mich deshalb nicht immer, etwas völlig Neues auszuprobieren.

Manchmal bedeutet es, zu etwas zurückzukehren, das früher schon einen Platz im eigenen Herzen hatte.


Wenn ich vor Freude in die Luft springen könnte

Woran merke ich eigentlich körperlich, dass ich mich wirklich freue?

Meine Antwort darauf ist sehr deutlich: Ich habe das Gefühl, in die Luft springen zu können.

Echte Freude fühlt sich für mich nach Energie an. Nach Leichtigkeit. Nach einem inneren Kribbeln, das nicht stillsitzen möchte.

Vielleicht springe ich nicht jedes Mal tatsächlich. Aber das Gefühl ist da: Mein Körper wird leichter, meine Haltung verändert sich und ich möchte die Freude irgendwie nach außen tragen.

Dieser Moment zeigt mir, dass Freude mehr als ein Gedanke ist.

Sie ist eine körperliche Erfahrung.

Sie kann in den Beinen kribbeln, ein Lächeln auslösen und neue Kraft schenken. Sie macht die Welt für einen Augenblick weiter.


Die Freuden auf meiner Liste, die überraschen könnten

Wer meine ruhigen Hobbys wie Lesen, Schreiben oder Diamond Painting kennt, rechnet vielleicht nicht unbedingt mit zwei weiteren Dingen auf meiner Freudeliste:

Motorradfahren im Gebirge und Skiabfahrten.

Doch gerade diese Erlebnisse zeigen eine andere Seite meiner Freude.


Mit dem Motorrad durch die Berge

Beim Motorradfahren im Gebirge kommen Bewegung, Konzentration, Freiheit und die beeindruckende Landschaft zusammen.

Kurven, Höhen, wechselnde Ausblicke und das Gefühl, unterwegs zu sein, machen jede Fahrt zu einem besonderen Erlebnis. In solchen Momenten bin ich ganz im Hier und Jetzt.

Der Alltag bleibt zurück. Meine Aufmerksamkeit gehört der Straße, der Umgebung und dem Augenblick.

Diese Form der Freude ist nicht still. Sie fühlt sich nach Freiheit und Abenteuer an.


Mit Skiern den Berg hinunter

Auch eine Skiabfahrt schenkt mir dieses intensive Gefühl von Lebendigkeit.

Die klare Luft, der Schnee, die Geschwindigkeit und die Konzentration auf die nächste Bewegung lassen wenig Raum für andere Gedanken.

Es zählt nur dieser eine Moment.

Vielleicht liegt genau darin die Verbindung zwischen meinen unterschiedlichen Freuden: Ob ich einen kleinen Stein auf ein Diamond Painting setze, eine Szene für meinen Roman schreibe oder einen Berg hinunterfahre – ich bin vollständig bei dem, was ich gerade tue.

Freude entsteht für mich oft dort, wo ich nicht gleichzeitig an zehn andere Dinge denke.


Meine persönliche Freude- und Lust-Liste

Auf meiner bisherigen Liste stehen:

  • Musik hören und dazu tanzen
  • motivierende Lieder entdecken
  • in einem guten Buch versinken
  • beim Diamond Painting Stein für Stein ein Bild entstehen lassen
  • neue Szenen für meinen Roman schreiben
  • Figuren und Geschichten entwickeln
  • wieder mit dem Zeichnen beginnen
  • Manga lesen und neu entdecken
  • mit dem Motorrad durch die Berge fahren
  • eine Skiabfahrt genießen
  • das Gefühl erleben, vor Freude in die Luft springen zu können

Diese Liste ist nicht abgeschlossen.

Sie darf wachsen, sich verändern und mich immer wieder überraschen. Vielleicht kommen neue Dinge hinzu. Vielleicht verliere ich an manchen Beschäftigungen das Interesse. Und vielleicht entdecke ich etwas wieder, das ich schon fast vergessen hatte.


Freude wählen bedeutet nicht, alles schönzureden

Für mich bedeutet „Wir wählen Freude“ nicht, schwierige Gefühle zu verdrängen.

Es bedeutet nicht, immer positiv sein zu müssen. Und es bedeutet auch nicht, dass Traurigkeit, Sorgen oder Erschöpfung keinen Platz haben dürfen.

Freude zu wählen heißt für mich, auch in schweren Zeiten nach kleinen Lichtblicken Ausschau zu halten.

Ich darf anerkennen, dass etwas gerade schwierig ist, und trotzdem ein Lied einschalten.

Ich darf erschöpft sein und ein paar Seiten lesen.

Ich darf an mir zweifeln und dennoch einen Satz für meinen Roman schreiben.

Ich darf einen schweren Tag haben und mich trotzdem auf die nächste Motorradfahrt oder den nächsten Tag im Schnee freuen.

Beides darf gleichzeitig existieren.

Das Schwere wird dadurch nicht unwichtig. Aber es bekommt nicht den gesamten Raum.


Heute entscheide ich mich für einen kleinen Freudemoment

Vielleicht besteht Freude nicht nur aus den großen Höhepunkten des Lebens.

Vielleicht entsteht sie vor allem in den kleinen Entscheidungen:

Schalte ich die Musik ein?

Nehme ich mir Zeit für mein Buch?

Setze ich mich an meinen Roman?

Hole ich meine Zeichenstifte wieder hervor?

Plane ich ein Erlebnis, auf das ich mich freuen kann?

Ich muss nicht jeden Tag vor Freude in die Luft springen. Aber ich kann mir jeden Tag einen kleinen Moment schaffen, der mich daran erinnert, wie sich Leichtigkeit anfühlt.

Und manchmal wird aus diesem kleinen Moment doch ein Lied, zu dem ich durch das Zimmer tanze.

Was steht auf deiner persönlichen Freudeliste? Und was lässt dich innerlich oder sogar tatsächlich in die Luft springen? Schreib es mir gern in die Kommentare.


Wie hat dir der Beitrag gefallen?

Über mich

Sandra Schwertfeger schaut in die Kamera

Hi, ich bin Sandra 🖐

Urban-Fantasy-Autorin aus Lübeck. In meinen Geschichten treffen Magie und Realität aufeinander – mit Themen wie Zweifel, Liebe, Identität und dem Mut, den eigenen Weg zu gehen.

Du steckst mitten in Veränderungen und Zweifeln? Du hast Träume, aber die Erwartungen von außen halten dich zurück? Dann tauche in meine Welt ein. Entdecke deine innere Kraft und spüre, dass mehr in dir steckt als du ahnst.

Kategorien

Blogs die ich empfehle

Hol dir deine Leseprobe und tauche ein in meine magische Welt.

Trag dich ein und bekomme magische Post aus Lübeck.

Kein Spam. Keine nervige Mail-Flut. Keine leeren „Ich melde mich mal wieder“-Newsletter.

Nur magische Post, echte Einblicke und Urban Fantasy für alle, die zwischen Alltag, Zweifeln und Sehnsucht noch an etwas Größeres glauben.

Ich gebe Deine E-Mail-Adresse nicht weiter. Du kannst dich jederzeit abmelden. Ich sende keinen Spam! Erfahre mehr in meiner Datenschutzerklärung.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert